Eigentlich kann ja niemand etwas gegen ein Genitiv-S einwenden. Es sollte nur an der richtigen Stelle sein (folgt).
10. November 2009
9. November 2009
7. November 2009
Bei ihren Konzerte
Ist da ein „n“ zu viel oder eins zu wenig? „Sollte Spears bei ihren Konzerte teilweise Playback singen …“ lesen wir heute auf der „Menschen“-Seite. Bevor wir uns mit den „n“s überschlagen und von ihren Konzerten reden, nehmen’s wir doch lieber gleich auf Ruhrisch und sagen: „Bei Spears ihre Konzerte“!
6. November 2009
Der Vorsitzende gibt seine Umbenennung bekannt
Schöner Beziehungsfehler auf der Rhein-Ruhr-Seite: „‚Wir haben ernsthaft über eine Absage nachgedacht …‘ räumt Axel Schappei ein, Vorsitzender des Essener Presseclubs, der heute heute seine Umbenennung … bekannt geben wird. Tja. Aber ist „Schappei“ wirklich so schlimm, dass er sich nun „Axel Presseclub Rhein-Ruhr“ nennen müsste?
5. November 2009
Neues waren viele
„Ist wieder Opelwetter. Grau, nass, kalt, und um das Werk pfeift ein eisiger Wind. So war es an allen Tagen in diesem Jahr, wenn es Neues gab beim Autobauer – und es waren viele: …“ Versteht man das? Nein? Muss irgendwie mit dem merkwürdigen Satzbau zu tun haben, oder?
4. November 2009
Wer kann eigentlich noch einen Konjunktiv bilden?
Die WAZ jedenfalls nicht. Und beim Konjunktiv Passiv setzt es dann total aus. So steht heute auf der Titelseite: „Mehr als 21 000 junge Menschen, die gerne ausgebildet würden, seien ‚in schulische Maßnahmen geflüchtet …'“ Nun ist es inzwischen ja üblich, bei Konjunktiv-Passiv-Konstruktionen auf das „werden“ zu verzichten. So hört man die Richter in den Gerichtsshows reden: „Bei einer Falschaussage würden sie bestraft“, auch wenn es einem in dem Ohren schrillt: „werden“!!! Und möglicherweise muss man sich auch daran gewöhnen, dass das Haus gebaut, das Auto verkauft und der Kandidat gewählt würde – und das alles ohne „werden“! Aber das die jungen Menschen nicht gerne ausgebildet werden würden – das mag ich nicht akzeptieren. Denn wenn die Betrieb gerne ausbilden würden und die Lehrlinge auch nur ausgebildet würden, wo bleibt da noch der Unterschied zwischen Aktiv und Passiv?
3. November 2009
Hochkarätigst
Wie steigert man „hochkarätig“? Höherkarätig, am höchstenkarätig? Oder wie die WAZ auf der Kulturseite: „… der bisher hochkarätigste FBI-Informant…“? Oder am besten gar nicht, weil eine Steigerung Unsinn ist? Sie haben die Wahl …
Neues vom Spocht – und zwar so neu, dass wir der Zukunft weit voraus sind: „Serena Williams beendet das Tennisjahr 2010 nach ihrem finalen Sieg …“
2. November 2009
1. November 2009
30. Oktober 2009
Ein Dilemma am Bein
Wo den sonst? Und was macht der Klotz, der da normalerweise hängt? (Morgen mehr …)
29. Oktober 2009
28. Oktober 2009
27. Oktober 2009
26. Oktober 2009
Unter eine Haube kriegen
Der Chefredakteur sorgt heute mal wieder für einen schönen doppelten WAZberger. Im Seite-2-Leitartikel fragt er: „Wie wird Röttgen Globalisierung und Klimaschutz unter eine Haube bringen?“ Wohl gar nicht, kann man da nur antworten. Denn Röttgen wird versuchen, die unterschiedlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Unter die Haube kommen muss er allerdings nicht mehr, da er bereits verheiratet ist.
24. Oktober 2009
23. Oktober 2009
22. Oktober 2009
21. Oktober 2009
20. Oktober 2009
19. Oktober 2009
17. Oktober 2009
16. Oktober 2009
15. Oktober 2009
Sachfremde Entscheidungen und ein Nasenring
… wieder einmal ein Nasenring, dabei hatten wir den letzten erst vor drei Tagen. Diesmal ist es ein FDP-Politiker, der sich „aber nicht ewig am Nasenring durch die Manege führen“ lassen will (Politik-Seite). Was will er uns damit sagen? Dass er sich zwar am Nasenring führen lassen will, aber nicht durch die Manege? Oder durchaus durch die Manege, aber nicht am Nasenring? Oder aber in Gottes Namen am Nasenring durch die Manege, aber keinesfalls ewig? Vielleicht muss man ja Politiker sein, um in solchen Aussagen Sinn zu entdecken.
14. Oktober 2009
Lesensmittel mit knapp 700000 Mitglieder
Da können einem wieder die Ohren wehtun! (Aber später. Zunächst fragt Duden-Online zurück: „Meinten sie Lebensmittel?“)
13. Oktober 2009
Mit leeren Händen kann man keinen Vertrag unterzeichnen
Wie wahr! Aber bevor wir uns weiter dieser grandiosen Erkenntnis widmen, müssen wir erst noch an einigen kleineren Patzern vorbei. In den diversen Kurzmeldungen und kleineren Texten auf den Rhein-Ruhr-Seiten tauchen sie heute gerne mal auf: „Am Vormittag hatte der aufmerksame Hausmeister einer Bank eine Steckdose bermerkt …“ heißt es in einer Meldung über Datendiebstahl. Im Kasten zum Thema Nahverkehr steht: „Die seit Jahren verordneten Sparmaßnahmen stößen … inzwischen an Grenzen.“ Und in der Meldung zum Schusswechsel in Duisburg lesen wir, dass eine Polizistin „… trotz Schutzweste in der Brust getroffen worden war.“
Dann endlich, auf der Politik-Seite, erfahren wir, „dass Westerwelle mit leeren Händen keinen Vertrag unterzeichnen kann“. Nein, denn er müsste zumindest über einen Kugelschreiber verfügen, sonst wird das nix, mit dem Unterzeichnen.
12. Oktober 2009
Am Nasenring über die Bühne führen und den Mühlstein am Hals hängen haben
Diese beiden schönen Sprachbilder finden wir heute auf der Politik-Seite. Das erste haben wir dem Thüringer SPD-Politiker Matschie zu verdanken: „Ramelows einziges Ziel war es, die SPD am Nasenring über die Bühne zu führen.“ Schön gesagt! Allerdings kann man zwar jemanden an der Nase herumführen, also täuschen, doch das scheint nicht gemeint zu sein, da Matschie ja noch den Nasenring ins Feld führt, vermutlich, weil man damit einen Bären bändigen kann, vielleicht, bevor man ihn jemandem aufbindet. Warum das Ganze dann allerdings auf einer Bühne stattfindet, kann höchstens damit erklärt werden, dass hier etwas über dieselbe gebracht werden soll. Und so ist es ihm gelungen, drei Redensarten zu einer neuen zu vermatschien, pardon, zu vermatschen, und das muss ihm erst mal einer nachmachen!
Da kann sich der WAZ-Autor im Artikel darunter noch so sehr anstrengen und schon in der Headline schreiben, dass der „Friedensnobelpreis für Obama … zum Mühlstein“ wird, diese Klasse wird er nie erreichen. Selbst, wenn man nach dem Lesen dieser Zeile durchaus schon etwas verwirrt ist und sich fragt, was der Mühlstein nun wohl zermahlen wird. Oder sollte Obama vielleicht zwischen zwei Mühlsteine geraten sein? Nein: „Wie ein Mühlstein hängt ihm die Ehre nun am Hals.“ Man fragt sich, warum es ausgerechnet ein Mühlstein sein muss, ein normaler Stein oder ein Gewicht täte es doch auch. Vielleicht, weil der Mühlstein ein schönes Loch in der Mitte hat, so dass man seinen Kopf durchstecken kann. Doch wer sollte das tun und warum? Dazu fiele mir nur ein SPD-Politiker ein, nachdem man ihm am Nasenring über die Bühne geführt hat.
10. Oktober 2009
Dürfen wir Sie mal verdutzen?
Kein Problem! Denn das ist seit Neuestem möglich, wie man heute auf der Politik-Seite lesen kann: „Auch gestern hat er Freund und Feind verdutzt.“ Da sind wir jetzt aber echt verdutzt … äh … worden.
9. Oktober 2009
Schönfärber, Rechtsstaatler & Co
Nun gut, man kennt Schönfärberei und man kennt auch einen Rechtsstaat. Aber kennt man auch die folgenden Begriffe aus dem Titelseitenkommentar? Unter der Überschrift „Schönfärber unterwegs“ steht dann noch: „… also bitte, warum finden sich Demokraten und Rechtsstaatler dann nicht endlich mit der ‚Demokratischen Republik‘ ab?“ Vielleicht, weil es weder Schönfärber noch Rechtsstaatler gibt? Jedenfalls in der deutschen Sprache.
8. Oktober 2009
Dem Auftraggeber
… sein Auftrag? Nein, ganz so schlimm ist es nicht, was heute im Seite-2-Kommentar steht: „Er bekam viereinhalb Jahre Haft, dem Auftraggeber noch nicht.“ Aber dennoch kann man davon Pickel bekommen. Nur dem Schreiber nicht.
7. Oktober 2009
Bizarre Kanten glätten
Ein merkwürdiges Ansinnen heute im Titelseitenkommentar, denn: „Dazu müssten erst die bizarren Kanten geglättet werden durch Realitätssinn von Kommunalpolitikern und ein bundespolitisches Programm bar jeder Sektiererei.“ Wie glättet man Kanten? Und gar bizarre? Und was hat man dann? Glatte Kanten? Naja, immer noch besser als klare.