(folgt)
29. Januar 2012
22. Januar 2012
15. Januar 2012
1. Januar 2012
26. Dezember 2011
18. Dezember 2011
Wirbel um Kandidat mit dem großen Kämpferherz
Die Woche fängt ja gut an. Gleich zweimal schenken wir uns das Deklinieren (folgt).
11. Dezember 2011
Finger recken
Geht das eigentlich? Haben Sie schon mal Ihre Finger gereckt? Laut WAZ schon: „Die Politiker recken gerade ihre Finger nach der verbotenen Frucht Diätenerhöhung, da sind die Bürger bereits auf dem Baum.“ (Mittwoch, 7.12.2011, „Rhein-Ruhr“) Überhaupt ein klasse Bild: Ich seh’ sie vor mir, die Politiker, wie sie ihre Finger recken, während die Bürger auf dem Baum sitzen. Und die verbotene Frucht? Die hängt wohl an einem hohen Ast, weshalb die Politiker die Finger ja so recken müssen. Aber vielleicht lecken sie sie ja auch und das „r“ war nur ein Schreibfehler …
4. Dezember 2011
57-Jährige stehen mitten im Saft
… und holen sich so vermutlich nasse Füße. Anders wäre es, wenn die 57-Jährigen etwa mitten im Leben stünden. Und dann könnten sie sogar voll im Saft sein. So aber haben wir wieder einmal einen doppelten Wazberger vor uns: „Für 57-Jährige, die mitten im Saft stehen, ist die gesetzliche Rentengrenze … Lichtjahre entfernt“ (28.11.2011, „Meinung und Tagesthema“)
27. November 2011
Für Produzent
Deklinieren ist ja deutlich aus der Mode gekommen. Aber muss man gleich so übertreiben wie die WAZ am Donnerstag? „Hohe Strafe für Produzent von Spülmitteln“ (24.9.2011, Wirtschaftsseite).
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Bilder werden normalerweise gemalt, gezeichnet oder auch gezeigt. Seltener, um „das Bild eines sich wandelnden, modernen libyschen Staates zu nähren“ („Montag, 21.11.2011, Politik).
20. November 2011
Sich tief in den Morast graben, aber das Umfeld trockenlegen
Wieder einmal purzeln die Bilder durcheinander: „Europas Schuldenstaaten haben viele Jahre lang unermüdlich daran gearbeitet, sich tief in den Morast zu graben“ (15.11.2011, „Wirtschaft“). In einen Morast kann sinken, das Eingraben dürfte auch wegen des unsicheren Bodens ein bisschen schwer fallen. Ein-graben empfiehlt sich eher bei Stellungen, die man halten will, oder vielleicht bei Gruben, in die man andere fallen sehen möchte.
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Vielleicht sollte man den Morast – oder vielleicht auch den Sumpf – dann doch lieber trockenlegen. Was man aber leider nicht mit allen Gegenden machen kann: „…dies sei unabhängig von der Frage des Rechtsterrorismus dringend notwendig, um das Umfeld trockenzulegen, in dem rechte Gewalt gedeihe“ (16.11.2011, Titelseite). Ein Umfeld ist zur Trockenlegung leider gänzlich ungeeignet.
13. November 2011
Obama und die anderen Europäer stellen sich gegen die Pläne quer, während ein Kind in der Kita besser ausgehoben ist
Dass man sich neuerdings häufig querstellt statt querlegt, wenn man etwas be- oder verhindern will, daran mag man sich gewöhnt haben. Aber das hier ist mehr als gewöhnungsbedürftig: „Nachfolger Weidmann stellt sich gegen die neuen Pläne quer …“
Und dass Obama Europäer ist, wie man einige Zeilen weiter lesen kann, wage ich auch zu bezweifeln: „Das bringt die Kanzlerin in ein tragisches Dilemma: Folgt sie Obama und den übrigen Europäern …“ (7.11.2011, „Meinung und Tagesthema“)
In derselben Ausgabe: „Insofern ist dieser Film genau das, was man von jemand wie Emmerich erwarten durfte…“ (ebd., „Kultur“). Von wem? Von jemandem! Himmelsakra!
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Interessanter Tippfehler: „Vor allem aber überzeugen sie Eltern, dass ein Kind womöglich in der Kita besser ausgehoben ist als bei der Oma, die kaum deutsch spricht“. (8.11.2011, „Meinung und Tagesthema“)
Das hier ist aber auch nicht schlecht: „Mit diesem komplizierten Thema verfehlt er allerdings sein Ansinnen.“ (ebd., „Wirtschaft“)
6. November 2011
30. Oktober 2011
Brottrop
Ist das Ruhrgebiet um eine Stadt reicher geworden? Oder hatte der WAZ-Autor einfach nur Kohldampf, als er auf der Titelseite des Kulturteils (Sa., 29.10.) eine dicke Unterzeile wie folgt formulierte: „Der Brottroper ist ein Quiz-Show-Experte …“? (folgt)
23. Oktober 2011
16. Oktober 2011
9. Oktober 2011
2. Oktober 2011
Mund abputzen und weiße Salbe
Manchmal benutzt die WAZ Redensarten, die gibt’s gar nicht: „Euro gerettet; Märkte beruhigt; Mund abputzen und weitermachen“, kommentiert man am Freitag (23.9.) die Rettungsschirm-Abstimmung im Bundestag. Und weiter: „Weiße Salbe zur Beruhigung der Nation …“
Warum, bitte schön, sollte man sich nach einer Abstimmung den Mund abputzen? Weil Abstimmungen so lecker sind? Oder weil die Abgeordneten so sabbern?
(folgt)
25. September 2011
Eine Heraufstufung des Staus’
So eine automatische Rechtschreibprüfung hat ihre Tücken: Wenn man nicht aufpasst, jubelt sie einem Wörter unter, die man gar nicht gemeint hat. So muss es wohl auch passiert sein, dass man über die Palästinenser das Folgende in der WAZ lesen konnte: „Sie sollten auf einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in den UN verzichten und sich stattdessen um eine Heraufstufung ihres derzeitigen Staus’ bemühen“. (22.09.2011, „Politik“) Man kann vermuten, dass es um den Status der Palästinenser in der UN ging. Und dass dem Schreibprogramm der Stau wohl sympathischer war. Vielleicht sollte man sich doch nicht so sehr auf Computer verlassen und lieber mal selbst Korrektur lesen …
18. September 2011
11. September 2011
Bevorzugung von Privatversicherten führt zwangsläufig zur Benachteiligung von Kassenpatienten
Wie wahr! Denn „erst hatten wir kein Glück und dann kaum auch noch Pech dazu“, wie ein kluger Fußballer einst formulierte (folgt).
4. September 2011
28. August 2011
Er rammte frontal die 60-jährige Frau in ihrem Twingo
Und nicht etwa den Twingo mit der Frau darin … (folgt)
21. August 2011
14. August 2011
31. Juli 2011
24. Juli 2011
17. Juli 2011
Krachende Verfassungsklagen
An krachende Niederlagen haben wir uns ja inzwischen gewöhnt, auch wenn die arg gewöhnungsbedürftig sind. Wenn aber nun „die Opposition … jeden Schuldenetat mit krachenden Verfassungsklagen“ und dann auch noch „überzieht“, wie am Montag (11.7.) in einem Kommentar zu lesen ist, dann muss man sich doch fragen, wie das eigentlich funktionieren soll. Wann und wo kracht es? Wie kann eine Klage krachen? Und wie überzieht man damit etwas? Und dann auch noch einen Schuldenetat? Und was ist das überhaupt?
Fragen über Fragen …
10. Juli 2011
3. Juli 2011
Eine Ohrfeige gegen die Amtsvorgängerin
Auch wenn sich etwas gegen jemanden richtet, kann oder muss die Präposition trotzdem „für“ heißen. Denn wenn jemand eine Ohrfeige bekommt, dann ist sie halt für ihn gedacht. So ist das leider mit den Präpositionen. Was natürlich die WAZ nicht daran hindert, in der Dienstagsausgabe (Seite „Politik“) zu formulieren: „Die verbale Ohrfeige gegen ihre Amtsvorgängerin kommt auch so an …“ (folgt)