Über festgefahrene Fronten drängen sich Fragen auf

„Wenn nicht alle Anzeichen trügen, dann kommt offenbar Bewegung in die festgefahrenen Fronten des Ukraine-Konflikts“ (Montag, 9. Februar 2015, Tagesthema). Normalerweise trügt ja der Schein, während Zeichen und Wunder geschehen, aber da wollen wir jetzt nicht so pingelig sein. Schlimmer sind da schon die festgefahrenen Fronten, weil die nämlich eigentlich verhärtet sind, während festgefahren allenfalls Verhandlungen sein können …
„Über die Absichten Putins aber rätselt der Westen seit langem“(ebd.). Auch wenn seit Langem schon seit Langem groß geschrieben wird …

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“ … die … die europäischen Partner immer lautstärker zur Waffenhilfe … aufgefordert hatte“ (ebd.). Na bitte: Geht doch!

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„Der laute Ruf … hat gerade einen großen Schalldämpfer bekommen“ (Dienstag, 10. Februar 2015, Tagesthema).
„Wer Obama in diesem Augenblick dabei beobachtete, wie er Merkel beobachtete, spürte eine Wertschätzung, die sich bei der Frau aus dem Osten beinahe physisch auswirkte“ (ebd.). Vor lauter Gesülzte und Geschleime ist hier die Semantik komplett aus der Kurve geraten …
„Auch dann noch, wenn Washington doch noch auf Waffenlieferungen verfallen sollte?“ (ebd.). Vielleicht verfällt Washington eher auf den Gedanken, Waffen zu liefern.

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“ … Sigmar Gabriel, der an Angela Merkels Seite schnell einen schmelzenden Blick bekommt“ (Mittwoch, 11. Februar 2015, Politik). Bekanntermaßen hat Superman den Hitzeblick – aber er ist nix gegen Supersigmar!

Über die Sisypha der Weltpolitik drängen sich vertraute Fragen auf …“ (ebd.). Was für Dinger? Über die sich Fragen aufdrängen?

Sisyphoshaft nimmt sie nach jedem Fehlschlag den nächsten Verhandlungsversuch in Angriff …“

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„Je auftrumpfender diese Aussage daherkam …“ (Donnerstag, 12. Februar 2015, Tagesthema).

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„… die Raketenangriffe gegen das ukrainische Hauptquartier …“ (ebd.). Tja, es ist schon ein Kreuz mit den Präpositionen! Da richtet sich etwas „gegen“ und trotzdem muss man „auf“ benutzen! Wie soll das ein einfacher WAZ-Schreiber je verstehen?

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„Natürlich hat die heute 41-Jährige viel getan dafür (Komma!!) vom Model zur Marke zu werden. Wie kaum eine Zweite verstand sie es (Komma!!) auf der Klaviatur der sozialen Medien zu spielen“ (ebd., Leute). Worauf verstand sie zu spielen, bitte?

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„Das Valentins Geschenk für Verliebte“ (ebd., Termine, Anzeige Starlight Express). Merke: Valentins Geschenk ist etwas anderes als ein Valentins-Geschenk!

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„… zweimal bestand die Gefahr, dass er sie wie kleine Kinder abserviert“ (Freitag, 13. Februar 2015, Tagesthema).

„Putinberater Wjatscheslaw Surkow zeigte ihnen dagegen den ausgestreckten Zeigefinger“ (ebd.).

„Aber man dürfe sich keinen falschen Illusionen hingeben …“ (ebd.). Aber richtigen schon, oder?

Der folgende Abschnitt ist sprachlich soweit korrekt. Und entgegen meiner Aussage, hier keine inhaltlichen Dinge zu kommentieren, mache ich jetzt mal eine Ausnahme, denn er wirft ein interessantes Schlaglicht auf die WAZ als glühende Verteidigerin der Pressefreiheit: Der Gipfel war von Anfang an ein Nervenkrieg: ‘Herr Poroschenko, warum töten Ihre Truppen friedliche Zivilisten?’, rief ein russischer Fernsehkorrespondent dem eintreffenden Ukrainer quer durchs Foyer des Palastes entgegen. Der Schreihals wurde von Sicherheitsbeamten abgeführt“ (ebd.).