WAZblog Waz man seinen Lesern eigentlich nicht zumuten sollte …

12. September 2008

Nur wer sich nicht auf dem Status Quo festbetoniert hat, kann dem Tod von der Schippe rutschen

Filed under: Allgemeines — msteinmen @ 22:19

Wieder ist es der Kommentar auf Seite 2, der unsere Aufmerksamkeit fesselt: „Es ist schon bemerkenswert (Komma vergessen!! – d. Verf.) mit welcher Kraft und Eintracht Verdi, SPD, Sparkassenchefs und Kommunen gegen Änderungen am Sparkassengesetz in NRW anrennen. Diese Mobilisierung … ist … jenseits der Grenze des Seriösen angelangt.“ Wie kann eine Mobilisierung jenseits irgendeiner Grenze anlangen? Und wo ist die Grenze des Seriösen? Jedenfalls nicht bei der WAZ: „Schon das Konstrukt, das den Privatisierungspopanz hält, ist zurechtgebogen.“ Aha. Ein zurechtgebogenes Konstrukt hält einen Popanz. „Und deshalb betonieren sich die Funktionäre auf dem Status Quo fest.“ Sich auf irgendetwas fest zu betonieren, dürfte schon nicht ganz einfach sein, aber auf dem Status Quo?

Da ist es doch schon viel einfacher, was ein Immobilienmakler im Essener Lokalteil auf der Seite „Menscheln“ – Verzeihung: „Menschen“ unternahm: „Er wurde fristlos rausgeschmissen, schrammte zweimal an einer Insolvenz vorbei und rutschte dem Tod bei einem Motorradunfall von der Schippe.“ Ist das nicht toll? Nach dem Rausschmiss noch zweimal schrammen und dann dem Tod von der Schippe rutschen! Das muss ihm erstmal einer nachmachen! Zumal man ja normalerweise dem Tod von der Schippe springt. Aber das war dem armen Makler wohl nach dem ganzen Schmeißen und Schrammen und während des Unfalls einfach egal, und er dachte: Hauptsache, weg von der Schippe, das ist doch gerutscht wie gesprungen…

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