{"id":332,"date":"2009-07-17T18:09:39","date_gmt":"2009-07-17T20:09:39","guid":{"rendered":"http:\/\/wazblog.de\/blog\/?p=332"},"modified":"2009-07-20T19:42:16","modified_gmt":"2009-07-20T21:42:16","slug":"komasaufen-als-unterrichtsfach-und-zahlen-uber-den-grat-im-graben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wazblog.de\/blog\/komasaufen-als-unterrichtsfach-und-zahlen-uber-den-grat-im-graben\/","title":{"rendered":"Komasaufen als Unterrichtsfach und Zahlen &#252;ber den Grat im Graben"},"content":{"rendered":"<p>Darauf hat die Welt gewartet: &#8222;Komasaufen soll Thema im Unterricht werden&#8220;. So hei&#223;t es zumindest in einer Headline auf der Titelseite. Auch wenn am Ende des Artikels ein Verbandsfunktion&#228;r mit den Worten zitiert wird: &#8222;Wir brauchen nicht f&#252;r jedes gesellschaftliche Problem ein neues Unterrichtsfach&#8220;, stellt sich doch die Frage: Warum eigentlich nicht? In diesem Sinne: Prost!<\/p>\n<p>Zumal auch die folgende Formulierung auf der Rhein-Ruhr-Seite nur unter Alkoholeinfluss entstanden sein kann: &#8222;Auf einigen dieser Autos liegt wiederum eine Schicht von Staub,<strong> die es nicht lohnen w&#252;rde, t&#228;glich zu entfernen.&#8220;<\/strong> Denn tats&#228;chlich geht es ja um eine Staubschicht, bei der <em>sich<\/em> eine <em>t&#228;gliche Entfernung<\/em> nicht lohnen w&#252;rde. So einfach k&#246;nnte das sein. Und das Beste: Man muss sich nur an die Regeln des Satzbaus halten! <\/p>\n<p>Aber selbst dann kann noch einiges schief gehen: &#8222;Auf einem <strong>schmalen Grat<\/strong> zu wandern, erfordert besonders viel Geschick, wenn man sich <strong>zwischen zwei Parteigr&#228;ben<\/strong> bewegt und <strong>politischen Wurfgeschossen<\/strong> von beiden Seiten ausgesetzt ist.&#8220; Diese mehr als blumige Formulierung finden wir auf der Politik-Seite. Zwischen zwei Parteigr&#228;ben auf schmalem Grat wandern, das ist schon eine Herausforderung! Zumal man schon gar nicht wei&#223;, was das &#252;berhaupt ist, ein Parteigraben. Ist das eine Art Sch&#252;tzengraben? Und dann sind zwei davon so eng nebeneinander, dass nur noch ein schmaler Grat dazwischen stehen bleibt? K&#246;nnte schon sein. Aber dann darauf wandern, wie muss man sich das vorstellen? Hinzu kommen noch die politischen Wurfgeschosse, und die auch noch von beiden Seiten.<br \/>\nKaum haben wir diesen Einstieg &#252;berstanden, m&#252;ssen wir dies lesen: &#8222;Seine Erfahrungen <strong>im Gratwandern<\/strong> wird Steg mutma&#223;lich gebrauchen k&#246;nnen, <strong>wenn er in den Parteigraben der SPD steigt.&#8220;<\/strong> Was als Bild auch ein bisschen schwer r&#252;ber kommt, weil man beim Herabsteigen in einen Graben selten auf einem Grat wandert. Und noch immer ist ungekl&#228;rt, was eigentlich ein Parteigraben ist.<br \/>\nEs sollte uns nicht weiter belasten, denn &#8222;umso erleichterter ist die SPD, den Strategen fest auf ihrer Seite zu wissen, in <strong>ihrem Graben<\/strong> also. In diesem gilt es f&#252;r Steg zun&#228;chst ebenfalls, einen Grat zu <strong>be<\/strong>wandern.&#8220; Jetzt ist der Parteigraben auf einen einfachen Graben geschrumpft, dort drin befindet sich aber immer noch ein Grat, und diesmal muss Herr Steg nicht nur auf ihm wandern, er soll ihn stattdessen <em>be<\/em>wandern! Damit er vielleicht im Gratwandern bewandert ist?<br \/>\nDa wundert es nicht, dass &#8222;Steg gern mit einem neutralen Kopfnicken bei <strong>gefalteter<\/strong> Stirn&#8220; reagiert. Es wundert h&#246;chstens, dass es keine <em>gerunzelte<\/em> Stirn ist, weil es etwas schwierig ist, eine Stirn zu falten, selbst wenn man sie <em>in Falten legen<\/em> kann.<\/p>\n<p>Damit k&#246;nnte man eigentlich zum Ende kommen, aber wir haben noch etwas &#252;ber: &#8222;Zahlen <strong>&#252;ber<\/strong> wirklich exzessiven Alkoholmissbrauch&#8220; im Seite-2-Kommentar. Die Universalpr&#228;position schl&#228;gt wieder zu. Zahlen &#252;ber etwas gibt es nicht. Vielleicht gibt es welche <em>zu<\/em> einem Thema.<\/p>\n<p>Aber bevor Sie mit gefalteter Stirn reagieren, denken Sie daran, welch schmalen Grat wir hier bei exzessiven Alkoholmissbrauch bewandern mussten, den es nicht lohnen w&#252;rde, t&#228;glich zu entfernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darauf hat die Welt gewartet: &#8222;Komasaufen soll Thema im Unterricht werden&#8220;. So hei&#223;t es zumindest in einer Headline auf der Titelseite. 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