{"id":284,"date":"2009-05-19T20:55:20","date_gmt":"2009-05-19T22:55:20","guid":{"rendered":"http:\/\/wazblog.de\/blog\/?p=284"},"modified":"2009-05-28T20:58:00","modified_gmt":"2009-05-28T22:58:00","slug":"wir-sind-bezaubert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wazblog.de\/blog\/wir-sind-bezaubert\/","title":{"rendered":"Ungl&#252;ckliche Sterne mit Optimismus weggewischt"},"content":{"rendered":"<p>Wenn die Dinge einen ungl&#252;cklichen Verlauf nehmen, dann sagt man gern, das sie unter keinem guten Stern stehen. Grund genug f&#252;r die WAZ, das Ganze heute auf der Politik-Seite zu folgender Formulierung zu komprimieren: &#8222;Diesmal aber stand Schwans Nominierung, zu der sie den damaligen Vorsitzenden Kurt Beck vor einem Jahr durchaus &#252;berredete, <strong>unter ungl&#252;cklichen Sternen.&#8220;<\/strong><br \/>\nDoch bevor wir dazu kommen, diese armen ungl&#252;cklichen Sterne zu bedauern, m&#252;ssen wir ein paar Zeilen weiter lesen: &#8222;Schwan konnte sich <strong>nie von dem Eindruck befreien,<\/strong> dass ihre Kandidatur Teil der schwierigen Erbmasse Becks sei.&#8220; Ich kann mich hingegen nicht von dem Eindruck befreien, dass hier eigentlich gemeint war, Frau Schwan konnte nichts dagegen tun, dass <em>die &#214;ffentlichkeit<\/em> einen solchen Eindruck von <em>Frau Schwans<\/em> Kandidatur hatte. Aber bitte, vielleicht hatte ich nur einen falschen Eindruck und es ging doch um den Eindruck, den Frau Schwan hatte. Ja, es ist schon kompliziert mit Beziehungen!<\/p>\n<p>Lange nichts mehr vom Rettungsschirm geh&#246;rt. Daf&#252;r erf&#228;hrt man heute auf der Wirtschaftsseite etwas, das mein bisheriges Bild dieses Gegenstands zum Wanken bringt: &#8222;Die Sparkassen hingegen verweisen darauf, dass sie schon 2004 die Kapitalerh&#246;hung der WestLB getragen h&#228;tten und ma&#223;geblich den Rettungsschirm f&#252;r die toxischen Finanzgesch&#228;fte <strong>aufgespannt<\/strong> h&#228;tten.&#8220; Also doch kein Fallschirm? Und wie spannt man einen Schirm f&#252;r Finanzgesch&#228;fte auf? Bisher wurde der immer f&#252;r die Banken selbst bereit gehalten \u2026<br \/>\nVielleicht br&#228;uchten die eine gr&#246;&#223;ere Ration? Bitte sehr: &#8222;Am heutigen Mittag \u2026 maschieren die Mitarbeiter zu einer Demonst-<br \/>\n(neue Zeile) ration \u2026&#8220; Da haben wir sie schon!<\/p>\n<p>Im Artikel darunter gibt es ein paar Formulierungen, die nicht direkt falsch, aber doch irgendwie schr&#228;g sind: &#8222;<strong>Unstrittig ebenso unvergessen<\/strong> ist f&#252;r Pi\u00ebch sicher der Quasi-Rauswurf in Stuttgart.&#8220; Und zwei Abs&#228;tze weiter: &#8222;Eine Woche zuvor hatte er <strong>bei seiner Breitseite<\/strong> gegen den Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wiedeking gegen das <strong>ungeschriebene Clan-Gesetz des Schweigens<\/strong> versto&#223;en.&#8220;<\/p>\n<p>Naja, vielleicht sollten wir das alles besser wegwischen. Und so lesen wir im Kommentar am Rand der Seite: <strong>&#8222;Hinweise<\/strong> auf die komplizierte Eigent&#252;merstruktur \u2026 wischte er <strong>mit Optimismus<\/strong> weg.&#8220; Wischt man normalerweise <em>Einw&#228;nde<\/em> weg, so sind es nun wohl die Hinweise, aber wenn einem zu Wischen der Optimismus zu Verf&#252;gung steht, dann k&#246;nnen wohl auch die Sterne endlich gl&#252;cklich werden, selbst wenn sie sich nicht von dem Eindruck befreien k&#246;nnen, dass sie unstrittig unvergessen gegen das ungeschriebene Clan-Gesetz des Schweigens versto&#223;en haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Dinge einen ungl&#252;cklichen Verlauf nehmen, dann sagt man gern, das sie unter keinem guten Stern stehen. 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