{"id":133,"date":"2008-12-06T23:50:09","date_gmt":"2008-12-06T23:50:09","guid":{"rendered":"http:\/\/wazblog.de\/blog\/?p=133"},"modified":"2008-12-14T18:48:45","modified_gmt":"2008-12-14T18:48:45","slug":"der-forellen-tartar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wazblog.de\/blog\/der-forellen-tartar\/","title":{"rendered":"Der Forellen-Tartar"},"content":{"rendered":"<p>Schon auf der Titelseite &#8222;zeichnet sich ein neues m&#246;gliches <strong>Erregungsthema<\/strong> ab&#8220;, und wenn man im Kommentar noch ein paar Zeilen weiterliest, dann erf&#228;hrt man, dass der VRR &#8222;seine Gesch&#228;ftsbeziehungen mit der DB Regio \u2026 drastisch <strong>gek&#252;rzt<\/strong> hatte\u2026&#8220; Dennoch bleibt eine Frage offen: Wie k&#252;rzt man eigentlich Beziehungen?<\/p>\n<p>Auf der Kulturseite erleben wir &#8222;die Geschichte eines Verfalls&#8220;, womit die Buddenbrooks-Verfilmung gemeint ist und nicht die deutsche Sprache, auch wenn man beim Lesen der WAZ genau auf diese Idee kommen k&#246;nnte. Denn &#8222;pl&#246;tzlich f&#228;llt ein Scha<strong><em>ff<\/em><\/strong>en auf diese Routine.&#8220;<br \/>\nUnd noch bevor wir uns von diesem ungew&#246;hnlichen Ereignis erholt haben, m&#252;ssen wir lesen, dass die Filmemacher nicht versucht haben, &#8222;die &#252;ber vier Erz&#228;hl-Jahrzehnte spannende Handlung \u2026auch nur halbwegs vollst&#228;ndig <strong>wider<\/strong>zugeben.&#8220; Das k&#246;nnte ich <em>wider<\/em>legen,  muss mich aber darauf beschr&#228;nken, die &#252;ber mehrere Seiten scheiternde WAZ-Sprache halbwegs unvollst&#228;ndig <em>wieder<\/em> zu geben.<br \/>\nUnd abgesehen davon verwirrt mich ein Geschichtsdatum, das ich ein paar Zeilen weiter lesen muss: &#8222;die Revolution von 1<strong>9<\/strong>48&#8243;. Nicht nur, dass dadurch die spannende Handlung auf etwa 140 Jahre ausgedehnt wird; ich wusste auch bisher nichts von der 1948er Revolution in Deutschland, oder sollte ich im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst haben?<\/p>\n<p>Auch die &#8222;Fernsehen am Samstag&#8220;-Seite &#252;berrascht mit ungewohnten Einsichten: &#8222;Eher m&#246;chte man sich die <strong>gertige<\/strong> Br&#252;nette als Loreley denken.&#8220; Mal abgesehen davon, dass die Loreley die ber&#252;hmteste <em>Blondine<\/em> Deutschlands ist \u2013 was, bittesch&#246;n, ist <em>gertig?<\/em><br \/>\nUnd da macht uns auch der n&#228;chste Satz nicht schlauer: &#8222;Geschaffen, die M&#228;nner mit den wei&#223;en Sch&#252;rzen zu verwirren und erst recht Hobbyk&#246;che an den Felsen gehobener Kulinarik kentern zu lassen, bis sie den L&#246;ffel abgeben.&#8220; Da frage ich mich, wann denn hier die M&#228;nner mit den wei&#223;en Jacken kommen, um Hobbyschreibern, die an den Felsen gehobener Sprachakrobatik gescheitert sind, die Tropfen in die Krone zu schlagen.<\/p>\n<p>Das Highlight der heutigen Ausgabe finden wir allerdings im Lokalteil Essen. Und es geht sogar um Essen. In einer Bildunterschrift steht: &#8222;<strong>Der<\/strong> Ta<strong>r<\/strong>tar von Forelle und Lachs wird in Form gebracht.&#8220; Der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tataren\">Tatar<\/a> ist Angeh&#246;riger der wilden Horde Dschingis Khans, und er schreibt sich ohne \u201er\u201c in der ersten Silbe, schlie&#223;lich hei&#223;t ja auch Banane und Barnarne. Der jedoch wurde mitnichten in Form gebracht, sondern <em>das<\/em> Tatar, was wiederum gehacktes Fleisch oder in dem Falle gehackter Fisch ist.<br \/>\nAber vermutlich ist hier auch wieder nur ein Felsen gehobener Kulinarik im Weg gewesen\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon auf der Titelseite &#8222;zeichnet sich ein neues m&#246;gliches Erregungsthema ab&#8220;, und wenn man im Kommentar noch ein paar Zeilen weiterliest, dann erf&#228;hrt man, dass der VRR &#8222;seine Gesch&#228;ftsbeziehungen mit der DB Regio \u2026 drastisch gek&#252;rzt hatte\u2026&#8220; Dennoch bleibt eine Frage offen: Wie k&#252;rzt man eigentlich Beziehungen? 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