Sich ins Zeug werfen oder in Schale legen?

Stand zwar nur im Essener Lokalteil, ist aber schön genug für einen Aufmacher: „Sie haben sich ins Zeug geworfen, darum ist die Enttäuschung umso größer“ (Montag, 20. Januar, Titelseite Essener Lokalteil). Aber, im Vertrauen: Man legt sich ins Zeug und wirft sich in Schale.

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„Die Geschäfte der Innenstadt sich seit dem Nachmittag geschlossen“ (Donnerstag, 23. Januar, Politik).

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„Beide Seiten kämpfen so lange, bis ihr Land ausblutet. Das kann dauern, wie der im Libanon gezeigt hat“ (ebd.).

Dickbrettbohrer

Wenn es „Dünnbrettbohrer“ gibt, muss es auch „Dickbrettbohrer“ geben. Und die brauchen dicke Bretter zum Bohren. So ungefähr muss die Gedankenkette sein, die zu folgender Stilblüte führt: „Sie wollen dicke Bretter bohren: Revier-Oberbürgermeister machen in Berlin Druck für das Ruhrgebiet“ (Dienstag, 14. Januar 2014, Politik). Und wie man beim Bohren Druck macht, müsste auch noch geklärt werden.

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„Vor allem Jüngere sind dem vollautomatischen Auto aufgeschlossen“ (ebd., Wirtschaft).

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„Die CDU will Europa positiv besetzen“ (ebd. Politik). Na, dann man los!

Sich hinter Lücken zu verstecken

… dürfte nicht ganz einfach sein (vgl. „Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist.“ Tucholsky: Zur soziologischen Psychologie der Löcher). Dass es bisweilen dennoch gelingen könnte, befürchtet dieser Kommentar: „Da dürfen sich die Hersteller nicht hinter Gesetzeslücken verstecken“ (Samstag, 11.1.2014, Wirtschaft).

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„Entstehen sollen drei rechteckige Hallen, jeweils 12 000 Quadratmetern groß“ (ebd., Lokalteil Essen).
„Die Zeltstädte vor der Grugahalle, die derzeit für große Hauptverhandlungen nötig sind, wird es nach diesen Umbauten jedenfalls nicht mehr geben (ebd.).

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